Es gibt immer wieder
Liegenschaften,
die selbst in der weit verbreiteten Eisenbahnszene nur einen geringen
Bekanntheitsgrad erreicht haben. Eine davon ist die ehemalige
Werkabteilung II des AW Freimann in Kolbermoor. Kurz nach dem 2.
Weltkrieg entstand hier ein gigantischer Neubau, der schon zwei jahre
nach seiner Inbetriebnahme schon wieder seine Bestimmung verlor. Umso
erstaunlicher ist es, dass diese Hallen noch heute existieren; und zwar
in weitgehendem Originalzustand. Während woanders wesentlich
später Strecken und Werke verschwanden, von denen man heute kaum
mehr Spuren findet, findet man in der ehemaligen Werkabteilung II in
Kolbermoor sogar noch Gleise in den Hallen und handgemalte Schilder an
den Kranbahnen.
Die Hallen in Kolbermoor stellen also in Bezug auf ihre Geschichte und
auch wegen ihres Erhaltungszustandes eine absolute Besonderheit der
süddeutschen Eisenbahngeschichte dar.
|
|