Wasserburg ist von
der Eisenbahngeschichte nicht gerade begünstigt worden. Schon
Mitte des 19. Jahrhunderts bemühte sich die Handelsstadt am Inn um
einen Anschluss ans Bahnnetz. Dabei scheuten sich die Stadtväter
auch nicht, immer wieder neue Koalitionen einzugehen. Zwar wurde eine
Ost-West-Verbindung bevorzugt, die jedoch wegen der beiden Strecken
München - Salzburg und München - Simbach bald aussichtslos
erschien. Als dann schließlich 1875 eine Nord-Süd-Verbindung
gebaut wurde, waren die Wasserburger sehr enttäuscht. Der Bahnhof
der Stadt lag wegen des schwierigen Geländes etwa 1 Sunde
ausserhalb der Stadt (also etwa 5 Kilometer). In der Stadt machte sich
Unmut breit, wie auch eine Überlieferung aus dieser Zeit
ausdrückt: "Wasserburg ist seit kurzem zur Großstadt erkoren
worden, wie sonst ist es zu erklären, dass man von der Stadt bis
zum Bahnhof über eine Stunde laufen muss?". 1902 bekamen die
Wasserburger dann doch noch einen etwas zentraler gelegenen Bahnhof.
Ein Erdrutsch im Frühjahr 1987 beendete die Geschichte der
Stadtbahn dann von heute auf morgen. Selbst der im Stadtbahnhof
Wasserburg über Nacht abgestellte 798 musste mit einem
Straßen-Roller dort abgeholt werden.
Heute gibt es immer wieder Bestrebungen die Strecke zu reaktivieren.
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